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In der Adventzeit stressfrei einkaufen

Schlosspark Wolkersdorf

In den drei Jahren, in denen ich Müll vermeide und versuche, minimalistischer zu leben, habe ich bei den Einkäufen im Advent bedeutend weniger Stress. Letzten Freitag war ich zuerst bei Luki´s Laden, dann habe ich bei der Buchhandlung Sterzinger ein Buch für Weihnachten geholt, und der Rest der Wochenendeinkäufe erledigte ich am Wochenmarkt. Nach einem Gläschen Frizzante und netten Plaudereien ging´s durch unseren weihnachtlich geschmückten Park zu Fuß nach Hause. Da ich viele Weihnachtsgeschenke selber mache, besteht für mich auch keine Notwendigkeit, mich in den Trubel an den langen Einkaufssamstagen zu stürzen.

Bier und Mineralwasser regional kaufen

Lagerverkauf von Hubertus

Vor vielen Jahren, auf Anregung unseres Sohnes, haben wir schon auf Mineralwasser aus Glasflaschen umgestellt; beim Bier würde mein Mann sowieso nie auf eine Dose zugreifen. Jetzt haben wir aber auch schon zweimal im Depot der Brauerei Hubertus aus Laa an der Thaya eingekauft, das sich im Industriezentrum Hagenbrunn (Hubertusgasse 9-11) befindet. Es gibt verschiedene Biere und Vitus Mineralwasser. Es bietet sich an, den Verbrauch für einen Monat abzuschätzen und bei einer Fahrt gleich mehr mitzunehmen.

Tee-zember

Minzetee aus dem Garten

Anfang Dezember stelle ich meine Trinkgewohnheiten meistens von Zitronenmelissensaft (aus eigener Produktion) auf Minzetee (aus getrockneten Minzeblättern aus unserem Garten) um. In einer Thermoskanne bereite ich mir in der Früh Tee für den Vormittag zu, und ich versuche auch, am Nachmittag ein Häferl des wärmenden Getränks zu mir zu nehmen.

Für den Zero-Waste-Gedanken ist es wichtig, dass der Tee lose in einem Tee-Ei etc. zubereitet wird.

Advent in der Kellergasse

Köllamauna & -weiba
1. Adventsonntag

Traditionell findet am 1. Adventwochenende der „Advent in der Kellergasse“ in Wolkersdorf statt, wo der Verein Köllamauna & -weiba im Gemeindekeller Gäste bewirtet.

Was uns heuer wichtig war:

kultureller Aspekt: mit einer Ausstellung über „Weinbau anno dazumal“ und der Weinverkostung „5 Winzer- 5 Weine“

regionaler Aspekt: Blunzngröstl frisch zubereitet mit Kartoffeln, Blunzn und Brot aus Wolkersdorf

caritativer Aspekt: von jedem verkauften Wunschpunsch geht 1€ an die Werkstätte Matzen- Lebenshilfe NÖ.

nachhaltiger Aspekt: unseren Wunschpunsch konnte man aus Kaffeehäferln genießen und den Wein natürlich in Gläsern

Vor allem am Samstag und Sonntag herrschte dichtes Gedränge in der Kellergasse und die Besucher kamen von nah und fern, um traditionelle Weinkeller, die normalerweise für Besucher nicht geöffnet sind, zu bestaunen.

Wachstücher selber machen oder kaufen

Wachstücher selbst gemacht
Wachstücher von Claudia Vodusek

Bienenwachstücher setzen sich anstelle von Alufolie etc. immer mehr durch. Man kann sie selber einfach machen (ich habe das Bienenwachs bei „die brise- Naturkosmetik“ bestellt), aber dann ist es gut, gleich mehrere herzustellen, denn das Reinigen der Gefäße vom Wachs ist etwas mühsam. Oder man verwendet gleich alte Töpfe dafür.

Alternativ kann man Tücher auch kaufen. Eine Leserin meines Blogs hat mich auf ihre Wachstücher aufmerksam gemacht und mir Fotos geschickt. Sie verkauft Wachstücher im 3er Pack ( 15 €) und auch Brotbeutel (Wachstücher + Brotbeutel 25 €). Zu beziehen unter: claudia.vodusek@gmail.com

Farben, Gerüche und Düfte….

Im Herbst nochmal Vitamin-D tanken in Marrakesch, meine (letzte, bereits im Jänner gebuchte) Flugreise. Nicht umsonst verbindet man mit dem Namen Bilder aus einer orientalischen Welt, wo bunte Farben auf Teppichen und Stoffen, Gerüche der verschiedensten Gewürze und Düfte allgegenwärtig sind. Die wunderbaren Gärten wie den Jardin Majorelle nicht zu vergessen. Was mich fasziniert hat, war, dass es noch so viel handwerkliche Produktion gibt, bei der man teilweise auch zuschauen kann, dass man so viele Produkte auf den Märkten offen kaufen kann und dass aus allem noch etwas gemacht wird.

Beim Reisen lernt man andere Kulturen teil und man baut Vorurteile ab, das ist, was ich mag. Die Art des Reisens möchte ich in Zukunft aber überdenken.

Pilze aus dem Kübel

Pilzzucht für daheim

In der ORF-Sendung „Studio 2“ stellten die Betreiber der Firma „Hut & Stiel“ ihre Pilzzucht mittels Kaffeesatz vor. Ich bestellte einen (Plastik)-Kübel (laut Anleitung für das perfekte Klima wichtig und weil er gut zu desinfizieren und wiederzuverwerten ist) mit Pilzmyzel und einer Anleitung. Man vermischt das Pilzmyzel mit Kaffeesatz und füttert das Myzel in regelmäßigen Abständen (ich habe jeden zweiten Tag den Kaffeesatz aus meinem Kaffee-Vollautomaten auskühlen lassen und in den Kübel gegeben). Bald breitet sich das weiße Myzel aus. In ca. 10-20 Tagen wachsen die Austernpilze aus den Löchern und 3-7 Tage später sind sie ausgereift und können geerntet werden.

Man kann das Myzel ein zweites Mal verwenden, Ableger ziehen oder ein neues Myzel bestellen.

Striezel aus Germteig

Striezel schmecken nicht nur zu Ostern, sondern auch im Herbst bzw. in der Adventzeit gut. Selber gemacht habe ich bis jetzt aber noch nie einen. Aber es gibt ja für alles ein erstes Mal.

Rosinen (wenn man welche mag) in etwas Wasser oder Rum einweichen: 250 ml heiße Milch, 90g Butter, 90 g Zucker, 1 Ei, 1 EL Öl und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Mixer verrühren, 25 g Germ einbröseln und 500g Mehl zufügen. Durchkneten, mit dem Deckel verschließen und an einem warmen Ort 30-40 Minuten gehen lassen. Die Rosinen dazumischen und nochmal durchkneten. Danach den Teig in drei Teile teilen und jeden zu einem Strang rollen. Diese zu einem Zopf flechten und mit einem Dotter bestreichen. Bei 180° ca. 45 Minuten backen.

Die Optik meines Striezels ist zwar noch nicht perfekt, aber er schmeckt sehr gut.

Kastanien sammeln für Waschmittel

Kastanien trocknen

Am Zufahrtsweg zum Wolkersdorfer Friedhof oder im Schlosspark gibt es viele Kastanienbäume. Ich habe, als wir uns um das Grab meiner Schwiegereltern gekümmert haben, einige Kastanien gesammelt. Zu Hause habe ich sie zwischen einem alten Tuch mit dem Hammer zertrümmert und im Garten in der Sonne trocknen lassen. Jetzt habe ich sie in einem Gurkenglas aufbewahrt und werde bei Gelegenheit daraus Waschmittel herstellen: 5-6 zerkleinerte Kastanien mit heißem Wasser überbrühen und einige Stunden stehen lassen. 1 TL Waschsoda und 10 Tropfen Lavendelöl dazugeben.

Roggenbrot aus Natursauerteig

Roggenbrot

Wenn man Brot mit Natursauerteig bäckt, gibt man jedes Mal beim Backen etwas vom Teig weg in ein Gurkenglas und „füttert“ den Teig alle zwei Tage. Es hat sich für mich herausgestellt, dass es am besten ist, einmal pro Woche einen halben Kilo Brot zu backen; das ist, was ich für die Jause in der Schule brauche. Das Brot bleibt eine Woche locker saftig.

Dazu den Sauerteig und 250 g lauwarmes Wasser, 500 g Roggenmehl, Salz in der Küchenmaschine verkneten; 20 Minuten rasten lassen; in eine Backform legen und nochmal ca. 2 Stunden gehen lassen; das Rohr auf 250° vorheizen und nach 10 Minuten auf 180° zurückschalten; ca. 50-60 Minuten backen (mit einem Brotbackprogramm oder etwas Wasser in einer Schüssel ins Rohr).