Pilze aus dem Kübel

Pilzzucht für daheim

In der ORF-Sendung „Studio 2“ stellten die Betreiber der Firma „Hut & Stiel“ ihre Pilzzucht mittels Kaffeesatz vor. Ich bestellte einen (Plastik)-Kübel (laut Anleitung für das perfekte Klima wichtig und weil er gut zu desinfizieren und wiederzuverwerten ist) mit Pilzmyzel und einer Anleitung. Man vermischt das Pilzmyzel mit Kaffeesatz und füttert das Myzel in regelmäßigen Abständen (ich habe jeden zweiten Tag den Kaffeesatz aus meinem Kaffee-Vollautomaten auskühlen lassen und in den Kübel gegeben). Bald breitet sich das weiße Myzel aus. In ca. 10-20 Tagen wachsen die Austernpilze aus den Löchern und 3-7 Tage später sind sie ausgereift und können geerntet werden.

Man kann das Myzel ein zweites Mal verwenden, Ableger ziehen oder ein neues Myzel bestellen.

Striezel aus Germteig

Striezel schmecken nicht nur zu Ostern, sondern auch im Herbst bzw. in der Adventzeit gut. Selber gemacht habe ich bis jetzt aber noch nie einen. Aber es gibt ja für alles ein erstes Mal.

Rosinen (wenn man welche mag) in etwas Wasser oder Rum einweichen: 250 ml heiße Milch, 90g Butter, 90 g Zucker, 1 Ei, 1 EL Öl und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Mixer verrühren, 25 g Germ einbröseln und 500g Mehl zufügen. Durchkneten, mit dem Deckel verschließen und an einem warmen Ort 30-40 Minuten gehen lassen. Die Rosinen dazumischen und nochmal durchkneten. Danach den Teig in drei Teile teilen und jeden zu einem Strang rollen. Diese zu einem Zopf flechten und mit einem Dotter bestreichen. Bei 180° ca. 45 Minuten backen.

Die Optik meines Striezels ist zwar noch nicht perfekt, aber er schmeckt sehr gut.

Kastanien sammeln für Waschmittel

Kastanien trocknen

Am Zufahrtsweg zum Wolkersdorfer Friedhof oder im Schlosspark gibt es viele Kastanienbäume. Ich habe, als wir uns um das Grab meiner Schwiegereltern gekümmert haben, einige Kastanien gesammelt. Zu Hause habe ich sie zwischen einem alten Tuch mit dem Hammer zertrümmert und im Garten in der Sonne trocknen lassen. Jetzt habe ich sie in einem Gurkenglas aufbewahrt und werde bei Gelegenheit daraus Waschmittel herstellen: 5-6 zerkleinerte Kastanien mit heißem Wasser überbrühen und einige Stunden stehen lassen. 1 TL Waschsoda und 10 Tropfen Lavendelöl dazugeben.

Roggenbrot aus Natursauerteig

Roggenbrot

Wenn man Brot mit Natursauerteig bäckt, gibt man jedes Mal beim Backen etwas vom Teig weg in ein Gurkenglas und „füttert“ den Teig alle zwei Tage. Es hat sich für mich herausgestellt, dass es am besten ist, einmal pro Woche einen halben Kilo Brot zu backen; das ist, was ich für die Jause in der Schule brauche. Das Brot bleibt eine Woche locker saftig.

Dazu den Sauerteig und 250 g lauwarmes Wasser, 500 g Roggenmehl, Salz in der Küchenmaschine verkneten; 20 Minuten rasten lassen; in eine Backform legen und nochmal ca. 2 Stunden gehen lassen; das Rohr auf 250° vorheizen und nach 10 Minuten auf 180° zurückschalten; ca. 50-60 Minuten backen (mit einem Brotbackprogramm oder etwas Wasser in einer Schüssel ins Rohr).

Birnensenf selbst gemacht

Birnensenf

Um die letzten Birnen im Herbst zu verarbeiten, kann man auch Senf selber herstellen. Dazu 2 EL Senfkörner im Mörser zerkleinern, die Birnen (250 g Fruchtfleisch) und 1 kleine Zwiebel würfeln; beides dünsten und pürieren + 2 EL Apfelessig. Den Topf vom Herd nehmen und die Senfkörner und 3-4 EL Senfpulver (geriebene Senfkörner) dazugeben; salzen und pfeffern und abfüllen.

P.S. Senfkörner gibt´s in Lukis Laden!

Wildobst und Herbstspaziergang

Schlehen, Hagebutten und Mirabellen

Sogar Ötzi hatte schon Schlehenfrüchte bei sich, was beweist, dass die Menschen in der Kupferzeit schon genau über die so genannten „Superfoods“ Bescheid wussten. Wenn man die Schlehen vor dem ersten Frost erntet, dann muss man sie noch einfrieren, damit sie richtig süß schmecken. Die Hagebutten schmecken als Tee und auch im Müsli gut. Zufällig bemerkten wir auch einen Strauch, der noch übervoll mit „Kriecherl“ war. Nachdem es in unserem Garten keine Zwetschken und Weintrauben mehr gibt, freue ich mich über Müsli mit Mirabellen und Nüssen (von denen wir auch einige gefunden haben), garniert mit Schlehen.

Kaffeetrinken für Genießer

Espressokocher und Kaffeemühle

Mein Mann trinkt selten Kaffee und wenn, dann schwört er auf Espressokannen, bei denen der Kaffee besonders aromatisch und stark ist. In der Auslage der Spenglerei Wolf in Wolkersdorf (die auch Riess-Produkte und andere Keramik etc. vertreibt) hat er eine Mokka-Kanne der Fa. forever (ein italienisches Produkt) entdeckt und auch eine Kaffeemühle, mit der die Kaffeebohnen händisch gemahlen werden.

Die Bohnen werden also in liebevoller Handarbeit frisch gerieben und die kleine, grüne Kaffeekanne kocht eine Tasse herrlich aromatischen Kaffee!

Ballkleid bei Humana kaufen?

Eine Nacht in Venedig
Gondoliere
mein Ballkleid

„Eine Nacht in Venedig“ lautete das Motto unseres diesjährigen Schulballes. Bereits zum Jahresanfang habe ich bei einem Humana in der Währingerstraße ein passendes Ballkleid gesehen und es gleich mitgenommen (Preis 29.-). Lustigerweise hat die Reinigung mehr gekostet als das Kleid (31.- bei der Putzerei Klaus in Wolkersdorf; aber man kann auf die Plastikumhüllung verzichten).

Das Kleid sieht aus wie neu und ich bin stolz auf meinen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Ich finde auch nichts dabei, dass man Ballkleider, die einem nicht mehr passen oder nicht mehr gefallen, weitergibt bzw. auch erwirbt, denn sie sind wahrscheinlich nicht oft getragen worden. Auch bei den Kleidern für die Maturantinnen oder Hochzeitskleidern empfiehlt sich die Suche nach secondhand Angeboten, und die Zeiten sind vorbei, wo man sich dafür genieren muss.

Gewürzseife für Weihnachten

Gewürzseife Sansibar

Wenn man selbst gemachte Seife zu Weihnachten verschenken will, muss man sie im Herbst produzieren, denn 4-6 Wochen dauert der Trocknungsvorgang.

Diese Seife besteht aus Oliven-, Kokos-, Maiskeimöl- und Sonnenblumenöl, Bienenwachs, destilliertem Wasser und NaOH; der weihnachtliche Duft und die Farbe ergeben sich durch die Beigabe von Kakao und Zimt, Zimtöl, Nelkenöl, Anisöl und Vanilleduftöl.

Bauernmarktjause

So schmeckt Niederösterreich

Von der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ wurde am 4. Oktober während des Wochenmarktes ein Showkochen mit niederösterreichischen Seminarbäuerinnen veranstaltet. Die Besucher konnten den Bäuerinnen beim Kochen mit regionalen Zutaten zuschauen und die Gerichte im Anschluss gleich verkosten.

Ich finde es total wichtig, dass wir saisonal und regional und selber kochen und bin eine Gegnerin von Erdbeeren im Winter, fetten Fertiggerichten und in Plastik verpacktem Gemüse, das um die halbe Welt zu uns gekommen ist!!!