Kategorie: Selbst gemacht (Seite 1 von 10)

Striezel aus Germteig

Striezel schmecken nicht nur zu Ostern, sondern auch im Herbst bzw. in der Adventzeit gut. Selber gemacht habe ich bis jetzt aber noch nie einen. Aber es gibt ja für alles ein erstes Mal.

Rosinen (wenn man welche mag) in etwas Wasser oder Rum einweichen: 250 ml heiße Milch, 90g Butter, 90 g Zucker, 1 Ei, 1 EL Öl und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Mixer verrühren, 25 g Germ einbröseln und 500g Mehl zufügen. Durchkneten, mit dem Deckel verschließen und an einem warmen Ort 30-40 Minuten gehen lassen. Die Rosinen dazumischen und nochmal durchkneten. Danach den Teig in drei Teile teilen und jeden zu einem Strang rollen. Diese zu einem Zopf flechten und mit einem Dotter bestreichen. Bei 180° ca. 45 Minuten backen.

Die Optik meines Striezels ist zwar noch nicht perfekt, aber er schmeckt sehr gut.

Kastanien sammeln für Waschmittel

Kastanien trocknen

Am Zufahrtsweg zum Wolkersdorfer Friedhof oder im Schlosspark gibt es viele Kastanienbäume. Ich habe, als wir uns um das Grab meiner Schwiegereltern gekümmert haben, einige Kastanien gesammelt. Zu Hause habe ich sie zwischen einem alten Tuch mit dem Hammer zertrümmert und im Garten in der Sonne trocknen lassen. Jetzt habe ich sie in einem Gurkenglas aufbewahrt und werde bei Gelegenheit daraus Waschmittel herstellen: 5-6 zerkleinerte Kastanien mit heißem Wasser überbrühen und einige Stunden stehen lassen. 1 TL Waschsoda und 10 Tropfen Lavendelöl dazugeben.

Roggenbrot aus Natursauerteig

Roggenbrot

Wenn man Brot mit Natursauerteig bäckt, gibt man jedes Mal beim Backen etwas vom Teig weg in ein Gurkenglas und „füttert“ den Teig alle zwei Tage. Es hat sich für mich herausgestellt, dass es am besten ist, einmal pro Woche einen halben Kilo Brot zu backen; das ist, was ich für die Jause in der Schule brauche. Das Brot bleibt eine Woche locker saftig.

Dazu den Sauerteig und 250 g lauwarmes Wasser, 500 g Roggenmehl, Salz in der Küchenmaschine verkneten; 20 Minuten rasten lassen; in eine Backform legen und nochmal ca. 2 Stunden gehen lassen; das Rohr auf 250° vorheizen und nach 10 Minuten auf 180° zurückschalten; ca. 50-60 Minuten backen (mit einem Brotbackprogramm oder etwas Wasser in einer Schüssel ins Rohr).

Birnensenf selbst gemacht

Birnensenf

Um die letzten Birnen im Herbst zu verarbeiten, kann man auch Senf selber herstellen. Dazu 2 EL Senfkörner im Mörser zerkleinern, die Birnen (250 g Fruchtfleisch) und 1 kleine Zwiebel würfeln; beides dünsten und pürieren + 2 EL Apfelessig. Den Topf vom Herd nehmen und die Senfkörner und 3-4 EL Senfpulver (geriebene Senfkörner) dazugeben; salzen und pfeffern und abfüllen.

P.S. Senfkörner gibt´s in Lukis Laden!

Gewürzseife für Weihnachten

Gewürzseife Sansibar

Wenn man selbst gemachte Seife zu Weihnachten verschenken will, muss man sie im Herbst produzieren, denn 4-6 Wochen dauert der Trocknungsvorgang.

Diese Seife besteht aus Oliven-, Kokos-, Maiskeimöl- und Sonnenblumenöl, Bienenwachs, destilliertem Wasser und NaOH; der weihnachtliche Duft und die Farbe ergeben sich durch die Beigabe von Kakao und Zimt, Zimtöl, Nelkenöl, Anisöl und Vanilleduftöl.

Roggen-Waldstaudenbrot

Brot mit Sauerteig selber machen

Von Sissy habe ich das Rezept für das Roggen-Waldstaudenbrot bekommen und gleich ausprobiert. Zuerst musste ich den Sauerteig ansetzen (nach Hermine Kleins Heft „Naturküche“ Nr. 13): Dabei wird 3 Tage lang Sauerteig mit Wasser (am 1. Tag auch Sanoghurt) vermischt und „gefüttert“, bis er leicht säuerlich riecht und sich Bläschen zeigen.

Dann geht es ans Brotbacken: 750 g Mehl (Roggen- und Waldstaudenmehl), 140 g Schrot oder Haferflocken, 380 g Sauerteig, 940 g Wasser, 1 EL Kümmel, 20 g Salz verkneten und 1,5 Stunden gehen lassen; dann in die Formen (reicht für 2 Kastenformen) füllen und nochmal 1,5 Stunden rasten lassen. Das Backrohr auf 250° aufheizen und die Brote bei 200° backen (ca. 35 Minuten).

Das Brot ist sehr saftig und schmeckt richtig gut!

Kräutersalz selber machen

Kräutersalz

Bevor der Herbst endgültig da ist, kann man die letzten Gaben dieses Sommers noch nützen. Aus verschiedenen Kräutern kann man Kräutersalz herstellen:

Verschiedene Kräuter werden getrocknet, dann von den Stängeln befreit und in der Kräutermühle mit Meersalz zu gleichen Teilen gerieben. Erwartungsgemäß reicht ein großes Glas für den Wintervorrat; aber auch als kleines Mitbringsel ist das Kräutersalz, wie alles Selbstgemachte, gern gesehen!

Teige selber machen: Flammkuchen

Aus dem Koch & Back Journal 9/2019 habe ich das Rezept für einen Kürbis-Flammkuchen genommen, aber den Belag variiert und statt Kürbis Zucchini und Mangold verwendet.

Das Grundrezept für den Teig: 25 dkg Mehl, 1 KL Salz, 2 EL Olivenöl, 1/8 l Wasser zu einem Teig verkneten und eine Kugel formen; als Belag kann Gemüse und Feta verwendet werden, aber auch Schinken und Speck. 20 dkg Sauerrahm mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer vermengen, den Teig auf die Größe eines Backblechs ausrollen und das Gemisch auf den Teig streichen. Ich habe den Teig nach dem Auswalken mit Pesto bestrichen und das Gemüse mit Sauerrahm vermengt. Den Kuchen im vorgeheizten Rohr bei 200° etwa 10 Minuten knusprig backen.

Vorratshaltung im August

Gierschpesto, Zucchinichutney, Zwiebelmarmelade

Es gibt wie beim Kochen auch bei der Vorratshaltung Rezepte, die man jedes Jahr macht, weil sie sich bewährt haben; und dann möchte ich auch wieder etwas Neues ausprobieren, wobei ich nie genau weiß, ob das Rezept auch Anklang findet.

Ausprobiert habe ich Giersch-Pesto (kann man auch mit anderen Wildkräutern mischen): 100g Gierschblätter hacken; 200 ml Olivenöl, 60 g geröstete Sonnenblumen- oder Pinienkerne; Salz, Pfeffer

Zucchini-Paprika-Chutney: 700 g Zucchini gewürfelt, 2 Zwiebeln, 1 Paprika, 2 Pfefferoni, 6 Knoblauchzehen schneiden; 250 ml Rotweinessig, 2 EL Zitronensaft, 1TL Salz, 200 g Honig, 1 EL Senfpulver verrühren und über das geschnittene Gemüse gießen und ca. 40 Minuten weichkochen; dann unter ständigem Rühren eindicken lassen und in Gläser abfüllen

Zwiebel-Marmelade: 1 kg rote Zwiebeln in Ringe schneiden, in 6 EL Olivenöl erhitzen; 150 g Zucker und 150 ml Balsamico erhitzen mit 2 Zimtstangen und 3 Lorbeerblättern; 60 Minuten köcheln lassen und dann abfüllen

Die Zwiebelmarmelade wurde bereits gekostet und durch ihren süß-sauren Geschmack für sehr gut befunden!

Der Trick mit der Espressokanne

„Hydrolat“ aus Malven

Bei der Kosmetikherstellung benötigt man für die Wasserphase Flüssigkeit (destilliertes Wasser, Teeauszüge oder Hydrolate= Blütenwasser). Mit einer neuen Espressokanne kann man aus Blüten oder Kräutern aus dem Garten eine duftende Flüssigkeit selber herstellen: In den unteren Teil füllt man das Wasser, in das Sieb gibt man die Blumen oder Kräuter; dann aufkochen lassen, bis die Flüssigkeit nach oben gelangt ist. Dieses leicht duftende Wasser wieder in den unteren Teil leeren und den Vorgang mit neuen Blumen, Kräutern etc. wiederholen. Diese doppelt gekochte Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter abseihen, mit etwas Weingeist haltbar machen und in Flaschen füllen.